Vom Rechenschieber zum Gerät in deiner Hosentasche
Wer ein bisschen von der Geschichte kennt, ärgert sich weniger über die Gegenwart. Ein kurzer Streifzug – ohne Prüfung am Ende.
Die Computergeschichte reicht von mechanischen Rechenmaschinen des 17. Jahrhunderts über Konrad Zuses Z3 von 1941, den ersten funktionsfähigen programmgesteuerten Rechner, bis zum Smartphone – das heute mehr Rechenleistung hat als die Computer, mit denen die Apollo-Missionen zum Mond geflogen sind.
Bevor es Strom gab
Gerechnet wurde immer schon. Der Abakus ist Jahrtausende alt, Wilhelm Schickard baute 1623 eine Rechenmaschine mit Zahnrädern, Blaise Pascal 1642 eine für seinen Vater, der Steuern eintreiben musste. Gottfried Wilhelm Leibniz erfand nicht nur eine bessere Maschine, sondern auch das Binärsystem – die Grundlage von allem, was danach kam.
Die Idee vor der Technik
Charles Babbage entwarf im 19. Jahrhundert die Analytical Engine, einen programmierbaren mechanischen Rechner, der zu seinen Lebzeiten nie gebaut wurde. Ada Lovelace schrieb dafür das, was heute als erstes Computerprogramm gilt – für eine Maschine, die es noch gar nicht gab.
Zuse, Röhren und Zimmer voller Technik
1941 stellte Konrad Zuse in Berlin die Z3 fertig, den ersten funktionsfähigen programmgesteuerten Rechner der Welt. Er arbeitete mit Relais, wog über eine Tonne und rechnete langsamer als jeder Taschenrechner von heute. In den Jahren danach kamen Röhrenrechner, die ganze Säle füllten und deren Fehler man mit der Taschenlampe suchte.
Der Computer wird persönlich
Der Transistor und später der Mikroprozessor schrumpften den Saal auf einen Schreibtisch. 1976 bauten zwei junge Männer in Kalifornien den Apple I, 1981 kam der IBM PC. Damit war entschieden, dass Computer nicht nur Rechenzentren gehören, sondern Menschen.
Und heute
Das Smartphone in deiner Tasche hat um ein Vielfaches mehr Rechenleistung als die Computer, die die Apollo-Missionen zum Mond gesteuert haben. Es wird überwiegend für Nachrichten, Fotos und Videos verwendet – und das ist kein Vorwurf, sondern genau der Punkt: Technik wird dann gut, wenn sie im Alltag verschwindet.
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Weil sie seit Jahren auf dieser Website steht und Menschen sie lesen. Und weil sie einen praktischen Nebeneffekt hat: Wer weiß, wie viele Zwischenschritte hinter einem Klick liegen, findet es weniger absurd, dass manchmal etwas hakt.